Schüler für Schule(n) - Ist Prohlis der einzige Ausweg?

Gymnasium Klotzsche

Rund 870 Schüler pro Jahr hat das Gymnasium Dresden Klotzsche zu beherbergen. Und es werden Jahr für Jahr mehr. Das Schulgebäude ist zu klein, und die Stadt plant, es abzureißen und an dieselbe Stelle ein größeres zu bauen. Und wir? Die Übergangslösung wäre eine Schule in Prohlis.

Vor 40 Jahren, 1974, wurde das heutige Schulhaus des Gymnasiums Klotzsche auf der Karl-Marx-Straße gebaut. Damals waren 24 Schüler pro Klasse angedacht. Heute reicht das längst nicht mehr aus. In unsere Klasse gehen 25 Schüler. Damit sind wir noch eine relativ kleine, denn im Durchschnitt sind es 28. Herr Haubitz, unser Schulleiter, erklärt uns, dass dieses Jahr 94 Schüler ihr Abitur machen und die Schule verlassen werden. Im Gegenzug kommen 120 dazu. Es werden als 26 – eine Klasse – mehr. Von nun an müsste unsere Schule also durchgängig fünfzügig geführt werden.

Und damit entsteht ein Platzproblem. Zurzeit gibt es 32 Unterrichtsräume von jeweils durchschnittlich 54 m² - gebraucht würde die doppelte Menge. Und unsere Schule hat ja schon eine Ergänzung bekommen: den Containerbau, in dem seit zwei Jahren 200 Schüler lernen.

Die restlichen 672 Schüler im Hauptgebäude müssten während der zweijährigen Bauzeit unserer neuen Schule höchstwahrscheinlich nach Prohlis umziehen – so plant die Stadt. Sie möchte das alte Gebäude abreißen und an dieselbe Stelle ein neues, größeres bauen, um gleichzeitig mehr Platz zu schaffen und Grundstückskosten für einen eventuellen neuen Bauplatz zu sparen. Sanieren wäre eine andere Möglichkeit, würde aber vier Jahre in Anspruch nehmen. Und auch diese Zeit müsste man überbrücken.

Die Lehrer müssten auch in diesem Fall zwischen dem Containerbau, der ja an derselben Stelle bleibt, und Prohlis pendeln. Und auch wir Schüler müssten einen erheblich längeren Schulweg zurücklegen. Einigermaßen lange schlafen ist dann nicht mehr drin… Ein weiterer Nachteil wäre, dass die Räumlichkeiten sicherlich auch anderweitig genutzt und gebraucht würden.

Aber auch unser Schulleiter hat sich Gedanken gemacht: er hatte die Idee, dass das Gebäude einfach gegenüber des jetzigen Standortes auf das freie Feld gebaut werden könnte – direkt neben den Containerbau. Während der Bauzeit könnten wir dann das alte Gebäude weiter nutzen und nach Abschluss der Arbeiten in das neue umziehen. Danach könnte der Komplex weiter genutzt werden, zum Beispiel von der 50. Grundschule. Denn, das Gebäude an sich ist noch gut erhalten.

Doch wir Schüler haben ebenfalls eine Meinung zu diesem Thema: auch wir möchten ein Mitspracherecht, um unsere Vorstellungen und Wünsche einbringen zu können. Zum Beispiel wünschen wir uns einen großen Essensaal und eine Aula, die wir bisher nie hatten. Auch der Schulhof könnte besonders gestaltet werden. Sicherlich gibt es noch weitere Ideen, di e man mit einem Neubau mit mehr Platz verwirklichen könnte.

Juliane Prautzsch, Linda Schulze, Luisa Schlenker, Emily Künzel, Philipp Kuhnke, Johannes Jährig (Schüler der Klasse 8b am Gymnasium Klotzsche)